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Westfälische Friedensroute
Münster - Osnabrück
Dülmen - Münster, 05.05.2026
...aufgeschoben ist nicht aufgehoben...
Nachdem wir diese Tour aus gesundheitlichen und familiären Gründen zweimal verschoben hatten, war es heute endlich so weit. Wir konnten die Friedensroute in Angriff nehmen.
Zugfahren, besonders Zugwechsel, sind an einigen Bahnhöfen sehr anstrengend und viele Züge zudem sehr unzuverlässig. Deshalb brachte Klaus Hildegard und mich ganz bequem mit dem Auto zu unserem Startpunkt nach Dülmen.
Um 12.30 Uhr starteten wir unsere Tour. In der vergangenen Woche war warmes Frühlingswetter, doch leider hatte sich die Wetterlage komplett geändert. Es war kühl und regnerisch. Wir hatten aber im Vorfeld alle Hotels gebucht; nochmals verschieben kam für uns nicht in Frage.
Hildegard hatte mir vor der Abfahrt noch eine Leggings geliehen, die ich unter der Radhose anziehen konnte; daran hatte ich nicht gedacht. Ohne diese Hose hätte ich mir vermutlich die Beine abgefroren.
Von Dülmen aus ging es über kleine Straßen und Feldwege nach Hiddingsel. Schon von weitem konnte man den ungewöhnlichen Kirchturm sehen. Kurz danach gelangten wir an einen Bach. Dort wurde die Brücke erneuert. Eigentlich war der Weg gesperrt und wir hätten umkehren müssen. Es wurde gerade nicht gearbeitet und am Rand bestand die Möglichkeit, die Räder schiebend auf die andere Bachseite zu bekommen. So machten wir es auch und nach ein paar Minuten konnten wir unseren Weg fortsetzen.
Ein kurzes Stück verlief der Weg am Dortmund-Ems-Kanal entlang.
Es ging weiter bis Senden. Bevor wir in die Innenstadt gelangten, kamen wir am Schloß vorbei. Dort machten wir einen kurzen Fotostop.
In Senden war Zeit für einen Cappuccino. Danach ging es auf die letzten 15 km an der Straße entlang bis Münster.
Münster ist der eigentliche Beginn der westfälischen Friedensroute.
Die Strecke zwischen Münster und Osnabrück war während des dreißigjährigen Krieges die Botenverbindung der berittenen Postkuriere, die als Friedensreiter in die Geschichte eingingen. Am 24.10.1648 wurde der 30jährige Krieg beendet.
Das Logo des Radweges ist ein Reiter.
Wir fuhren zunächst in die Innenstadt, um den eigentlichen Startpunkt festzuhalten. Wir waren beide schon mehrfach in Münster gewesen und weil das Wetter zu wünschen übrig ließ, machten wir jetzt keine große Stadtbesichtigung, sondern wollten zügig zum Hotel kommen.
Diesmal hatte ich ein neues „Spielzeug“ dabei. Ich schaue mir manchmal Radreisevideos an und habe schon länger mit einer Actioncam geliebäugelt. Im letzten Jahr habe ich mir eine solche kleine Videocamera gekauft und konnte sie jetzt zum ersten Mal auf einer mehrtägigen Radtour einsetzen. Die Filme sind aber nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Ein „Youtube-Star“ möchte ich nicht werden.
Gegen 18 Uhr erreichten wir unser Hotel. Es lag einige Kilometer vom Zentrum entfernt. Nach einer kleinen Pause gingen wir zu Fuß zum Essen. Laut Info des Hotelpersonals gab es genügend Restaurants in der Nähe. Leider waren die meisten dauerhaft geschlossen oder hatten gerade Ruhetag. Wir sind einige Kilometer gegangen, ehe wir ein passendes Restaurant fanden. In einem urigen Restaurant bei einem Kino, bekamen wir den letzten Platz. Es war sehr voll, aber trotzdem gemütlich. Ich aß eine leckere Pasta und Hildegard einen herzhaften Pfannkuchen. Es wurde langsam dämmrig. Deshalb fuhren wir mit einem Taxi zurück zum Hotel.
Zum Wetter ist zu sagen: es war kühl und bewölkt, aber trocken.
Wir waren froh, endlich wieder auf einer gemeinsamen Radtour zu sein.
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