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Westfälische Friedensroute
Münster - Osnabrück
Münster - Bad Laer, 06.05.2026
...Brückentage...
Unser Hotel war ruhig gelegen. Wir hatten beide gut geschlafen.
Gegen 9 Uhr saßen wir am Frühstückstisch. Beim Gang zum Buffet kam für Hildegard eine große Überraschung. Ein ehemaliger Arbeitskollege saß mit seiner Frau und einem anderen Paar am Tisch gegenüber. Beide freuten sich und es wurden Erinnerungsfotos gemacht. Hildegard sagte: „so schnell habe ich noch mit keinem Mann die Handynummern ausgetauscht.“
Kurz nach 10 Uhr bestiegen wir die Fahrräder. Der Radweg verlief unmittelbar am Hotel vorbei. Auf unserer ersten gemeinsamen Radtour vor 28 Jahren, haben wir eine etwa 15 bis 20 km lange Rundfahrt durch Münster gemacht, ehe wir den richtigen Weg aus der Stadt herausgefunden hatten. Daran erinnerten wir uns jetzt genau. Obwohl es damals noch keine Navis oder andere elektronischen Hilfsmittel gab, haben wir letztendlich doch immer unser Ziel erreicht. Heute können viele jungen Leute keine Straßenkarten mehr lesen.
Als wir gerade ein paar Kilometer gefahren waren, ging es nicht mehr weiter. Wir standen vor dem Dortmund-Ems-Kanal. Die Brücke fehlte, sie war abgerissen worden. Mit Hilfe einiger Passanten fanden wir dann die neue Fahrradbrücke. Da ich die Tour auf mein Handy geladen hatte, fanden wir recht schnell wieder die Originalstrecke.
Wenig später kam dann der nächste Brückenneubau über eine Schnellstraße. Auch diese Brücke lag an anderer Stelle, etwas abseits der eigentlichen Radroute.
Nachdem wir Münster hinter uns gelassen hatten, fanden wir endlich das erste Schild mit dem Friedensreiter.
Leider regnete es den ganzen Tag ohne Unterbrechung. Es war zwar nur Nieselregen, aber ohne Regenkleidung wären wir auf die Dauer durchnäßt gewesen. Der Himmel war überwiegend bewölkt.
Die vielen gelben Rapsfelder brachten aber immer wieder Farbe ins Bild. Die schönste Zeit für eine Radtour ist für mich das Frühjahr, wenn nach dem Winter die Natur wieder grünt und blüht. Wenn ich Rapsfelder sehe, juckt es in den Beinen, dann möchte ich auf Tour gehen.
Am Ortsrand von Telgte machten wir eine kurze Pause, um uns innerlich etwas aufzuwärmen. Leider gab es keine warme Suppe, aber auch der Kaffee tat gut.
An der Wallfahrtskapelle in Telgte machten wir nochmals eine kurze Pause. Die Kapelle hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der Gnadenkapelle in Kevelaer.
Danach verlief der Weg eine Weile gemeinsam mit dem Emsradweg, direkt an der Ems entlang. Schade, daß das Wetter nicht richtig mitspielte. Es wäre sonst sicher noch schöner gewesen.
Kurz nach 14 Uhr machten wir in Ostbevern in einer Imbißstube nochmals eine Pause. Wir brauchten dringend etwas Warmes und unsere nassen Regensachen sollten etwas trocknen.
Danach fuhren wir über Glandorf in Richtung Bad Laer.
Wir fuhren aber nicht direkt in den Ort hinein, sondern machten noch einen kleinen Abstecher zu einem großen Ponyhof. Dort machen Klaus und ich in den Sommerferien ein paar Tage Urlaub mit unserer Enkelin. Jetzt, da die Radtour fast am Hof vorbeilief, nutzte ich die Gelegenheit, um schon mal von außen den Hof anzusehen. Die ganze Anlage sah sehr gepflegt aus. Viele Ponys waren auf den Wiesen. Ich denke, unsere Enkelin wird begeistert sein.
Dann ging es auf die letzten Kilometer zu unserem Hotel. Obwohl es mitten im Zentrum von Bad Laer liegt, haben wir doch noch etwas suchen müssen. Unsere Räder und das Gepäck waren sehr schmutzig. Notdürftig entfernten wir den gröbsten Schmutz, bevor wir mit all unserem Gepäck ins Hotel einzogen. Dabei hatten wir viele Zuschauer. Überwiegend ältere Kurgäste logierten in diesem Haus. Unser Zimmer lag ganz am Ende des Gebäudes. Wir waren froh, als wir alles abgestellt hatten.
Zum Abendessen gingen wir zu einem schönen Restaurant; ein paar Straßen entfernt. In unserem Hotel gab es keinen freien Tisch mehr. Wir hätten vorher reservieren müssen. Wir haben aber eine gute Wahl getroffen. Es gab ein leckeres Essen in angenehmer Atmosphäre.
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