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Westfälische Friedensroute
Münster - Osnabrück
Bad Laer, 07.05.2026
...Baumwipfelpfad...
Nach einem guten Frühstück ging es wieder ans Packen. Uns graute schon vor dem Schleppen des ganzen Gepäcks durch das halbe Hotel. Beim Bezahlen fragte Hildegard, ob es vielleicht eine Möglichkeit gäbe, unser Gepäck z.B. auf einem Geschirrwagen oder dergleichen zu transportieren.
„Natürlich“, antwortete die junge Dame an der Rezeption und zeigte auf die Gepäckwagen, die direkt neben der Rezeption standen. So etwas kannten wir nicht und hatten es bisher auch noch in keinem Hotel gesehen. Das war natürlich klasse. Wir luden unseren ganzen Krempel auf den Wagen und schoben ihn zur Fahrradgarage. Hätten wir das doch am gestrigen Tag gehabt.
Auch heute war es wieder ziemlich kühl. Die Temperatur lag noch unter 10 Grad. Wir trugen mal wieder Lagenlook: ein T-Shirt, eine Weste, eine dünne Windjacke, eine Softshelljacke und noch eine Regenjacke, ein Stirnband bzw. dünne Mütze unter dem Helm, einen Regenüberzug darüber und Handschuhe. Eine warme Leggings unter der Radhose sorgte dafür, daß wir keine Eisbeine bekamen. Wir sahen sehr vermummt und übergewichtig aus.
Wir fanden auch heute sofort den Einstieg auf die Friedensroute. Bis Bad Iburg ging es auf ruhigen Wegen immer leicht auf und ab. Schon einige Kilometer vor der Stadt hatten wir einen schönen Blick auf das Schloß oberhalb der Stadt. Leider war der Himmel auch heute sehr bewölkt. Im Park unterhalb des Schlosses machten wir eine kurze Pause. Hier befand sich ein Infopunkt zur Friedensroute. Leider funktionierte die Sprachansage nicht.
Wenig später erreichten wir den Baumwipfelpfad. Er lag direkt an unserem Radweg. Die Besucher müssen zunächst einen 28 Meter hohen Aufstiegsturm besteigen, der aber auch einen Aufzug besitzt. Dann folgt ein 600 Meter langer Weg in luftiger Höhe zwischen den Baumwipfeln entlang. Heute bestaunten wir den Turm und den Weg nur von unten. Im Juli werde ich sehr wahrscheinlich mit meiner Enkelin den Pfad erkunden.
Es ging weiter bis Hagen am Teutoburger Wald. In einem Café machten wir eine gemütliche Pause. Dann wurden die Hügel höher. Wir mußten uns einige Male trotz Elektrounterstützung kräftig anstrengen. Dafür wurden wir aber mit schönen Ausblicken entschädigt.
Danach ging es weiter bis Osnabrück. Dort fanden wir schnell unser modernes Hotel. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, ging es zu Fuß zur Stadtbesichtigung. Leider sahen wir nicht sehr viel von den historischen Gebäuden, da für das Stadtfest, das in der kommenden Woche stattfinden sollte, schon viele Stände und Bühnen aufgebaut waren. In einer kleinen, einfachen Pizzeria am Rande der Altstadt aßen wir eine hervorragende Pizza.
Im Hotel tranken wir zum Abschluß noch einen Kakao und einen Aperol Spritz. Die Räder mußten in der Nacht gut angeschlossen draußen verbringen.
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